24.09.2021 – Mein erster Tauchgang, Vorlesungen und meine Hallasan Wanderung
Hi zusammen, hier bin ich wieder mit einem Update der letzten Tage 😀
Vorgestern (Mittwoch) ging es tauchen. Mein erster Tauchgang überhaupt. Ich muss sagen, ich war und bin begeistert! Vor ein paar Tagen hatten wir uns ein paar Tauchshops angeschaut und mit einem Tauchshop kontakt aufgenommen. Dort wurde dann am Dienstag vereinbart, dass wir am Mittwoch Vormittag tauchen gehen. Also Mittwoch früh aufstehen, damit wir rechtzeitig zu unserem Tauchgang um 9 da sind. Nach einer gemütlichen Busfahrt von wieder ca 1,5h waren wir wieder in der Ortschaft Seogwipo wo das ganze stattfand. Kurz nach der Ankunft überreichte man uns auch schon die Neoprenanzüge und das Equipment für den Tauchgang wurde hergerichtet. Einmal in den Anzug geschlüpft und wieder platzgenommen, gab es noch eine Einweisung in die wichtigsten Techniken. Die wohl wichtigste ist der Druckausgleich in den Ohren beim tauchen, da der Wasserdruck ausgeglichen werden muss. Das macht man ganz einfach, indem man die Nase zuhält und jetzt kräftig in die Nase atmet. Dadurch lässt sich ein Druckausgleich in den Ohren herstellen. Die zweite Technik war das Entfernen von Wasser in der Maske, falls es rein laufen sollte. Das funktioniert, indem man den Kopf etwas nach hinten in den Nacken legt, eine Hand oben auf die Maske drückt, auf Stirn Höhe, und dann durch die Nase ausatmet. Dadurch drückt es mögliches Wasser nach unten hinaus. Anschließend wurde uns noch erklärt, wie man, sollte man Wasser in den Mund bekommen, das wieder los wird, um weiter atmen zu können. Nach dieser Einweisung wurde noch kurz auf die anderen Teilnehmer gewartet und dann ging es auch schon zum Hafen. Da wir das erste Mal tauchen waren, blieben wir im „Strand“ bzw. Hafenbereich, statt mit dem Boot raus zu fahren. Am Hafen angekommen, bekamen wir den Rest der Ausrüstung. Dazu zähle ein Gurt mit Gewichten und natürlich die Tauchausrüstung. Die Tauchausrüstung besteht aus einer Sauerstoff/Luft Flasche, die an einer Weste befestigt wird. Die Weste selber kann man noch aufblasen, um nicht die ganze Zeit Auftrieb leisten zu müssen, während man an sein Ziel schwimmt. Das ganze Equipment hat, schätze ich mal, so 20 bis 25kg an Gewicht. Das ganze an Land rum zu schleppen, ist deshalb mehr als anstrengend und ungemütlich. Zum Glück ging es ganz schnell ins Wasser, wo das ganze Gewicht quasi keine Rolle mehr spielt. Im Wasser selber haben wir die Techniken oben noch einmal geübt, um sich daran zu gewöhnen. Der Druckausgleich ist mit dem Regulator im Mund nämlich nicht mehr ganz so einfach. Nach ein paar Übungen waren wir bereit und sind unserem Tauchlehrer hinterher. Nachdem keiner von uns einen Tauchschein hatte, waren wir die ganze Zeit unter Aufsicht ^^. Ein bisschen vom Hafen weg im Meer, war ich dann als erster an der Reihe abzusinken. Das ganze wurde von unserem Tauchlehrer begleitet und alle paar Meter musste man auch den Druckausgleich machen. Nach kurzer Zeit war ich auf dem Meeresboden angekommen und wurde dort erstmal geparkt, bis meine Bekannte auch von oben geholt wurde. Da der Druckausgleich bei ihr etwas schwieriger war, saß ich jetzt erstmal da unten und konnte einiges an Fischen und Algen beobachten. Nach kurzer Zeit war dann aber auch meine Bekannte unten am Boden. Unser Tauchlehrer musste nochmal auftauchen, um etwas zu klären und so saßen wir jetzt wenigstens zu zweit da unten. Da unten müssten so 7-10m Wassertiefe gewesen sein. Kurz darauf war unser Tauchlehrer wieder da und wir haben noch ein paar Fotos gemacht (Die gibts bei privater Gelegenheit, oder schreibt mir einfach ^^). Und dann ging unser Tauchgang auch schon richtig los. Unser Lehrer nahm uns an den Westen und wir paddelten einfach mit den Füßen für den Vorwärtstrieb. Es ging vorbei an ein paar Steinen und Felsen, fast Riff ähnlich. Das meiste war bewachsen in Korallen oder Algen. Zwischendrin gab es auch Anemonen zu sehen. Auf dem Weg weiter durch das Wasser sind wir an verschiedenen Fischen vorbei gekommen, zum Teil auch kleinen Schwärmen. Ein Seestern und ich glaube ein Rotfeuerfisch waren auch dabei. Das Highlight war aber eine Meeresschildkröte, der wir noch versucht haben zu folgen, die dann aber doch schneller als wir war. Anschließend war es auch schon wieder Zeit aufzutauchen, da die Luft schon weniger wurde. Oben angekommen wurde die Weste aufgeblasen und dann ganz gemütlich zurück Richtung Hafen gepaddelt. Am Hafen wurde dann das Equipment wieder abgelegt und es ging wieder zurück zum Tauchshop. Am Tauchshop wurde geduscht, der Neopren ausgezogen und sich wieder Umgezogen. Nach ein bisschen Pause und Plausch mit den Leuten ging es noch Mittagessen und anschließend wieder Heim mit einem wirklich tollen Erlebnis im Gepäck. Daheim wurde dann noch entspannt und am Strand Abendgegessen. Bilder gibt wie immer hier. Leider nicht so viele Unterwasserbilder, aber mit etwas genauem Hinschauen, kann man die Schildkröte erkennen.

Der Tauchshop 
Flasche mit Weste 
Weste mit Equipment 
Meeresschildkröte (Mitte am Stein)
Gestern (Donnerstag) war dann erstmal wieder Uni angesagt. Nach der Vorlesung gings zum Mittagessen. Diesemal gab es nur einen einfachen Salat, der aber doch so gut schmeckte, da man ihn schon lange nicht mehr hatte. Anschließend wurde sich noch an den Strand gelegt und ein bisschen gebadet. Am Abend gabs dann traditionelle Küche, bei der ich mir Reis mit rohem Fisch geholt habe. Klingt vielleicht erstmal etwas schräg, war aber ganz lecker. Nach dem Abendessen ging es dann noch eine Runde Laufen, bei der wir sogar Pferde gesehen haben. Bilder vom Strand und Essen hier:

Salad (sehr lecker) 
Sonnenuntergang mit Hallasan 
Reis mit Fisch (links) und Seafood pancake (rechts/mitte)
Heute (Freitag) war dann wieder mehr Action angesagt. Da ich meine Bekannte nicht davon überzeugen konnte mitzukommen, ging es für mich alleine auf Mount Hallasan (ich kann’s ihr nicht übel nehmen). Mount Hallasan ist der höchste Berg von Jeju und Korea. Für mich also fast ein Muss auf ihm rum zu wandern. Da hier Corona immernoch präsent ist, musste man vorher eine Reservierung buchen, um den Berg besteigen zu können. Die hatte ich glücklicherweise einige Tage zuvor schon gebucht, da ich sonst keinen Platz mehr bekommen hätte. Das einzig nervige daran war, dass es ganz definierte Zeitslots gab, in denen man auftauchen mustte (evtl sollte). Da nur noch der Zeitslot 5:30 – 8:00 Uhr frei war, musste ich den zwangsweise nehmen. Das hieß hier aber natürlich auch wieder früh los. So gings für mich um 6 aus dem Bett und um halb auf den Weg zum Bus (war auch erstmal ein Abenteuer einen zu finden, der so früh fährt). Meinen Bus habe ich aber erwischt und bin somit rechtzeitig um 7:45 am Eingang zum Wanderweg gewesen. Nach dem Check-In ging es dann auch schon schnellen Schrittes nach oben Richtung Gipfel. Da ich wirklich schnell unterwegs war, habe ich die angegebenen Zeiten alle um 10%-20% unterboten… So wurde aus angebenen 2h mal ganz schnell nur 1,5h. Ob das so gut ist, weiß ich nicht, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Nach der Hälfte des Weges bin ich noch ins Gespräch mit einer Koreanerin gekommen. Wir sind nun zu zweit, aber deutlich entspannter, unterwegs gewesen. An der letzten Station vor dem Gipfel gab es dann kurze Pause mit ein bisschen was zu Essen. Anschließend ging es den restlichen Weg hoch zum Gipfel. Nach ziemlich genau der angegebenen Zeit waren wir dann oben (insgesamt 4h für den Aufstieg). Oben am Gipfel war dann leider so viel los, dass sich bereits eine Schlange zum Fotos machen mit dem „Gipfelstein“ gebildet hatte, in der man bestimmt hätte ne Stunde stehen können. Nachdem uns eher nach Essen und Aussicht war, sind wir an der Schlange vorbei, haben ein paar Bilder vom Gipfelsee gemacht und haben uns danach hingesetzt, um Teil zwei des Essens zu verspeisen. Nach ein bisschen Pause ging es dann aber für die Koreanerin wieder zum Abstieg, da sie am Abend wieder Heim nach Busan geflogen ist. Da ich aber nicht den gleichen Weg für den Abstieg angedacht hatte, trennten sich dort unser Wege wieder. Ich habe noch ein paar Fotos von Krähen gemacht, die es dort oben noch hatte. Der Abstieg war, wie erwartet steiler als der Aufstieg, aber zog sich doch noch gut in die Länge. Auf dem Weg nach unten waren dafür nur noch wenige Leute unterwegs, was das ganze doch etwas entspannte. Insgesamt konnte man eine wunderschöne Landschaft betrachten, bei der sich der ein oder andere Baum aber auch schon bereit für den Herbst macht. Nach vielen Stufen, Treppen und Steinen erreichte ich dann wieder das Ende des Wanderweges (ca. 3,5h Abstieg). Dort angekommen wurde erstmal noch etwas entspannt, bevor es dann mit dem Bus wieder Heim ging. Die Busfahrt dauerte leider auch ein bisschen, da ich relativ lange auf meinen Anschluss warten musste und nicht direkt in Hotel nähe aussteigen konnte. Trotzdem bin ich wieder da angekommen wo ich hin wollte. Daheim angekommen ging es noch Abendessen, dieses mal Pizza nach diesem anstrengenden Tag. Nach der Pizza gabs dann die Dusche und den Blog Eintrag. Hier noch die Bilder:

Eingang mit QR Kontrolle 
Weg entweder mit Matte 
Oder als Holzweg 
Blick auf den Gipfel 
Blick nach Seogwipo 
Reh am Gipfel 
Weg zum Gipfel 
Zu viele Leute am Gipfel 
Der Gipfelsee/Kratersee 
Der Stein, für den alle Schlange stehen 
Eine der Krähen 
Mutter Natur zaubert 
Blick in die Landschaft 
Brücke auf dem Weg runter über ein Flussbett
Das war es erstmal wieder von mir. Ich hoffe die Bilder gefallen euch 😀 Morgen geht es noch auf die Insel Udo hier in der Nähe. Weiter Planungen stehen noch nicht endgültig fest. Ich melde mich dann wahrscheinlich Montag wieder, bevor es Dienstag dann nach Seoul zurück geht. Bis dahin.
LG Jakob