06.09.2021 – Wanderung im Bukhansan, eine neue Ecke der Stadt und der nächste Unitag
Hi zusammen, hier bin ich wieder mit einem Update der letzten Tage.
Vorgestern (Samstag) ging es nun endlich zum Bukhansan wandern. Bukhansan ist ein Berg bzw. der Name eines Nationalparks, der direkt an Seoul angrenzt, zu dem man einfach mit der Ubahn fahren kann. Über die Uni habe ich noch eine begeisterte Mitstreiterin gefunden, die sich ebenfalls diesem Abenteuer stellen wollte. Am Anfang ging es mit der U-Bahn und einer kurzen Busfahrt zum Eingang des Parks. Dort waren dann auch gleich ganz viele Routen ausgeschrieben, sodass man sich gut orientieren konnte. Wir haben uns für die kürzere, aber etwas steiler Route entschieden. Unseren Aufstieg haben wir ziemlich zügig tatsächlich bewältigt, da wir nur knapp 2h vom Parkeingang bis zur Gipfelnähe gebraucht haben. Dadurch dass es gutes Wetter hatte, waren leider viele Leute unterwegs und so passierte es natürlich, dass wir im Stau zum Gipfel standen. Nachdem wir den ersten Stau überwunden hatten, haben wir uns erstmal ein gemütliches Plätzchen gesucht und dort Mittagessen gemacht und die Aussicht genossen. Anschließend sind wir noch zum Gipfel, mit etwas warten. Glücklicherweise muss man aber sagen, dass sich alle halbwegs in einer Reihe angestellt haben und so das ganze auch zügig ging. Von oben und schon beim Mittagessen hatte man eine wirklich wundervolle Sicht über die Stadt und ein paar der angrenzenden Berge. Nachdem das Gipfelselfie gemacht wurde ging es fast genauso zügig wieder nach unten, wo wir uns zur Belohnung am Schluss noch jeweils ein Ade geholt haben (so eine Art Limo). Anschließend ging es mit der U-Bahn wieder Heim. Zu Hause gab es dann noch ein Abendessen und dann fiel man auch schon vor Anstrengung ins Bett. Hier die Bilder:

Eingang zum Nationalpark 
Start des Richtigen Wanderweges 
Tempel entlang des Weges 
Kleiner Bergfluss 
Kleinerer Bergfluss 
Ein Gate inmitten des Weges 
Erste Aussicht auf die Stadt 
Rettungshubschrauber im Einsatz 
Blick fast vom Gipfel 
Erstmal Warten 
Und mehr Warten 
Aber die Aussicht entschädigt 
Blick Richtung Norden 
Platznehmen wo Platz ist 
Anstehen für das Gipfelfoto 
So kann das Aussehen 
Etwas andere Richtung
Gestern (Sonntag) war ich dann wieder mit meiner Bekannten unterwegs. Diesesmal haben wir uns den Dongdaemun Design Plaza (DDP) angeschaut. Das ist so ein ganz spaciges Gebäude, das von Zaha Hadid entworfen wurde und dort ein altes Stadium ersetzt hat. Das bemerkenswerte ist, das Gebäude besitzt keine Ecken, sondern nur Rundungen. Da das ganze als „Design“ Plaza definiert ist, befinden sich im Inneren auch verschiedene Mussen und Ausstellungen rund um das Thema Design. Also einfach frei der Nase nach, einmal drum herum gelaufen und rein geschaut. Dort waren ein paar wirklich interessante Sachen zu entdecken, wie eine Videoinstallation und diverse neue Konzepte zu möglichen neuem Wohnen. Nach dem DDP ging es noch in ein paar der angrenzenden Fashion and Shopping Malls. Diese waren innendrin aber erheblich zusammen geschrumpft, sodass von fünf oder mehr Stockwerken nur die Untersten belegt und belebt waren. Da es dort dann doch nicht allzu viel zu sehen gab, sind wir weiter Richtung City-Fluss (nicht der Han). Auf dem Weg dahin, hab ich mir noch ein lokales Streetfood Mittagessen geholt, was aus einem Käsekern bestand, der in erst in Teig und anschließend in Pommes gedipt wurde. Das ganze war etwas unhandlich zu essen, aber eigentlich ganz lecker. Am City-Fluss sind wir dann flussaufwärts gelaufen mit der groben Richtung Rathaus. Der City-Fluss ist eingentlich kein richtiger Fluss, sondern dient auch bei starkem Regen als Abfluss für das ganze Regenwasser. Deshalb sind die beiden Wege am Fluss nur bei schönem Wetter freigegeben und können bei Bedarf gesperrt werden. Da meine Bekannte noch einen guten Tipp für ein traditionelles Teehaus bekommen hatte, sind wir nach ein bisschen erstmal vom Fluss weg und in eine kleine Shopping Straße gelaufen. In der Shopping Straße selber, gabe es alles von Kalligrafiepinsel, über Fächer bis Kunst aus Zucker. Das Teehaus lag aber etwas versteckt in einer Seitengasse, sodass wir das erst suchen mussten. Da wir aber ein Bild hatten, war es zügig gefunden. Im Teehaus selber haben wir uns dann einen Marigoldtee, einen Rose Ice Tea und ein paar Mochis bestellt (Mochis sind eigentlich traditionelle japanische Reiskuchen mit Rotebohnen Füllung). Dort saßen wir dann eigentlich relativ lange und gemütlich, bevor wir dann wieder weiter zum Fluss zurück sind. Am Fluss angekommen sind wir noch die restlichen paar Meter bis zur „Quelle“ gelaufen. Von der Quelle aus ging es dann weiter bis zum Rathaus, wo noch ein paar Fotos mit dem I SEOUL U Logo gemacht wurden. Danach ging noch zum Einkaufen für ein Abendessen, da wir kochen wollten. Nachdem die Gemüseauswahl hier etwas anders ist als bei uns, haben wir auch ein paar Sachen mitgenommen, von denen wir nicht wussten, ist es Zucchini oder nicht. Am Ende würde ich sagen, gehört es in die Familie, aber es war keine Zucchini im eigentlichen Sinne, trotzdem lecker, also rein in die Pfanne. Gekocht wurden Nudeln mit Gemüse, das ganze dann mit Ei in einer Pfanne angebraten. Das Abendessen war wirklich lecker, aber so viel, dass ich jetzt für morgen noch ne Portion hab. Anschließend wurde noch ein bisschen gequatscht und dann auch wieder die Sachen gepackt, da heute ja wieder Uni war. Hier noch die Bilder vom Tag:

Dongdaemun Design Plaza 


Videoinstallation (nur ein Bild, kein Video) 
Traditionelles Teehaus 
Die kleine bestellte Auswahl
Heute war es dann wieder weniger spannend. Da einer der Proffesoren, pünklich seine Sachen hochgeladen hatte, konnte ich noch vor meinen eigentlichen Vorlesungen wieder etwas weg arbeiten. Anschließend gab es eine Stunde online Zoom Meeting für einen anderen Kurs. Zu Mittag hatte ich mich noch mit meiner Nachbarin verabredet, die in der gleichen Unterkunft wie ich wohnt. Nach leckerem Essen (leider kein Bild) und noch einer Lemon Ade ging es wieder Heim für die nächste Runde Uni. Danach habe ich mich noch mit einem anderen Studenten getroffen, den ich zuvor schon über die Info E-Mails der TUM kennen gelernt habe. Wir waren kurzerhand Chicken & Beer essen bzw. trinken (Bild ist unten) und nun ging es wieder Heim, damit ich meinen Block wieder schreiben kann 😀

Das wars aber leider erstmal schon wieder. Melde mich die Tage dann mit hoffentlich neuen Geschichten und Entdeckungen aus der Stadt. Bis dahin.
LG Jakob