18.09.2021 – Die Tage auf Jeju mit und ohne Taifun
Hello, ich bins wieder 😀
Die paar Tage hier auf Jeju war das Wetter leider recht schlecht, da im Süden der Insel noch ein Taifun vorbei gezogen ist. Zum Glück hatte sich dessen Bahn im Laufe der Zeit immer weiter nach Süden verschoben, sodass es hier nur etwas arg gewindet und geregnet hat. Heute war dann der erste Tag mit richtig Sonne, der auch gleich genutzt wurde. Mehr in der Zusammenfassung.
Vorgestern (Donnerstag) war wieder lernen für die Uni angesagt. Nach einem kurzen Frühstück ging es um zehn los mit Vorlesungen. Diesesmal mit viel Mathe für das Machine learning. Zum Glück aber keinem schweren Mathe, sondern nur vielen Ableitungen. Nach der Vorlesung haben wir uns was zu Mittagessen gesucht und sind wieder bei Ramen, Reis und co. hängen geblieben. Allerdings nach wie vor echt lecker ^^. Nach dem Mittagessen haben wir den Bus genommen und sind fast bis auf die andere Seite der Insel gefahren, um einen Botanischen Garten (Yeomiji) zu besuchen. Da das Wetter tendenziell immer noch schlecht war, war das eine gute Option, da dieser einen relativ großen Innenbereich hatte. Nach ca 1,5h Busfahrt mussten wir noch ein kurzes Stück zu Fuß und waren dann auch schon da. Der Botanische Garten ist in verschiedene Bereiche gegliedert: Flower Garden, Water Lily Garden, Jungle Garden, Subtropical Fruits Garden, Cactus and Succulent Garden und Observation Platform. Man wurde nach und nach so durch die einzelnen Gärten durgeführt und konnte vieles an Pflanzen in allen Formen und Farben entdecken. Am besten hat mir der Water Lily Garden und der Fruits Garden gefallen, auch wenn nicht mehr überall Früchte an den Bäumen/Sträuchern hingen. Anschließend ging es noch zum Starbucks nebenan um ein bisschen zu entspannen. Danach wieder mit 1,5h Fahrt nach Hause. Hier die Bilder:

Eingangsbereich 


Einer der ersten Gärten 



Kaktus in voller Größe 

Sternfrucht 
Ein schönes Ensemble im Aussichtsturm 
Bescheidenes Wetter
Gestern (Freitag) war dann das schlimmste vom Taifun rum und wir wollten uns die Gegend mal bei besserem Wetter anschauen. Also sind wir wieder runter ans Wasser bzw. an die Promenade. Nachdem wir nicht wieder den gleichen Weg gehen wollten, sind wir durch ein paar Seitenstraßen gelaufen und plötzlich in einem eher leeren Markt gelandet. Beim Durchlaufen des Marktes haben wir anscheinend ein Filmteam getroffen, die gerade bei Aufnahmen waren. Bevor wir aber weiterlaufen konnten, wurden wir zu den Moderatoren auf die Bühne gerufen und durften uns das ganze genauer anschauen. Für den Dreh einer Fernsehsendung hatten sie alle möglichen Köstlichkeiten des Marktes bekommen, die die Moderatoren dann anscheinend probieren sollten. Nachdem wir jetzt schon auf der Bühne standen wurden wir gefragt, welche der Sachen denn für uns am besten aussieht und welche wir denn gerne probieren möchten. Da Seafood nicht genau meins ist, es aber auch noch Fleisch gab, durften wir ein Stück Beef probieren, natürlich mit Paste (keine Ahnung welche) und in Salatblatt gewickelt. Es war zwar leider schon kalt, aber trotzdem richtig lecker. Anschließend wurde uns noch roher Oktopus angeboten, den wir aber freundlich ablehnten. Mal schauen, ob wir dann auch in der fertigen Sendung sind, die irgendwann im Oktober erscheinen soll. Wenn ich den Beitrag finde, teile ich ihn gerne mit euch hier. Anschließend ging es weiter Richtung Wasser. Am Wasser gibt es anscheinend noch einen ganz bekannter Stein und zwar der Yongduam Rock. Dieser sieht bei mehr oder weniger genauer Betrachtung wie ein Drachenkopf aus. Aufgrund der Form ranken sich zahlreiche Geschichten bzw. Brauchtümer darum, wie dass ein Wunsch in erfüllung gehen kann. Nachdem wir einmal um den Stein geklettert sind und wieder an der Straße waren, folgten wir der Straße ein gutes Stück, bis wir in der Nähe des Flughafen in ein Cafe abgebogen sind (A Twosome Place). Auf dem Weg dorthin bot sich aber die perfekte Gelegenheit, Flugzeuge aus aller nähe zu Fotografieren und zu beobachten. Im A Twosome Place gab es sogar noch eine Treppe mit Lichtfenster auf dem Dach, durch das man die Flugzeuge oder Personen fotografieren konnte. Flugzeuge gestallteten sich leider als etwas schierig dadurch zu fotografieren, aber naja. Nach einer entspannten Pause ging es wieder zurück nach Hause. Auf dem Weg wurde noch ein Snack als Abendessen gekauft und vertilgt. Die Bilder hier:

An der Flussmündung leider eher braunes Wasser 
Flugzeug im Landeanflug 
Und wie nah es am Flughafen schon ist 
Eine Brücke über den Fluss 
Der Fluss 
Felsige Landschaft 
Noch ein Flugzeug 
Und noch ein Flugzeug 
Der Drachenkopf von der einen Seite 
Und von der Anderen 
Das Tor zum Himmel? 
Oder Stairways to Heaven?
Heute (Samstag) ging es dann deutlich entspannter zu, also am Nachmittag. Der Vormittag bestand aus einer Runde Laufen bis zum Meer, dehnen und wieder zurücklaufen. Zusammenfassend lässt sich sagen, ich mag es immer noch nicht so sehr, aber es fällt schon deutlich leichter. Wieder zu Hause hab ich noch eine Reservierung für Mount Hallasan, der höchste Berg Koreas, gebucht. Kommenden Freitag geht es hoch hinaus. Nachdem wir uns dann ein halbes Mittagessen vor Ort besorgt hatten, sind wir mit dem Bus Richtung Hamill Park gefahren. Ebenfalls ca 1,5h. Der Hamill Park ist auch ein Botanischer Garten und nebendran gibt es außerdem zwei schöne Strände, welche unser Hauptziel waren (Die Namen muss ich erst nochmal nachschauen). Dort angekommen gab es Teil zwei des Mittagessens am Strand. Anschließend ging es ins Meer, eine Runde schwimmen. Man musste aber vergleichsweise weit ins Meer, um überhaupt richtig schwimmen zu können. Die meisten Koreaner*innen vor Ort hielten sich aber eher im Uferbereich auf oder waren nur mit riesigen Schwimmreifen unterwegs. Nach der ersten Runde wurde sich in der Sonne getrocknet und vor sich hin gedöst. Bevor wir dann gegangen sind, gab es noch einmal eine zweite Runde im Meer schwimmen. Danach wurde sich abgetrocknet, soweit es ging alles sandfrei gemacht und eingepackt. Nach einer relativ langen Fahrt sind wir nochmal auf den Dongmun Market, um uns ein Abendessen zu holen. Diesesmal waren auch alle Stände wieder da, die am Donnerstag leider zwiswchenzeitlich mal verschwunden waren. Es gab Gibimbab (so eine Art Reisrolle) in Ei gerollt, dazu ein Ei im Teigmantel mit Bacon umwickelt und am Ende noch kandierte Manderienen. Bilder von allem gibt’s hier:

Der Strand am Hamill Park 

Blick auf die Bucht 
Blick Richtung Osten 
Das Abendessen vom Markt (rechts das Gibimbab, links das Bällchen) 
Mit kandierten Mandarinen 
Farbenfrohe Beleuchtung einer Straße ums Eck
Das war’s eigentlich auch erstmal wieder von mir. Hier beginnt morgen bzw. Montag noch Chuseok, das Erntedankfest, bei dem das halbe Land unterwegs ist und die Familie besucht. Ich bin gespannt, ob sich in unserem Guest House noch viele Leute einfinden werden, da es hier eigentlich eher leer ist. Pläne für morgen gibt es nicht, genauso wie für Montag. Am Dienstag wird einmal die Unterkunft gewechselt weit Richtung Osten in die Nähe der Insel Udo. Dazu aber dann am Dienstag oder danach mehr. Bis dahin.
LG Jakob